Die Lernkultur am LSH

Selbstständig Arbeiten im Lernzentrum.
Das Lernzentrum über der Bibliothek.

Der besondere Geist des Landschulheims ist auch im Unterricht spürbar. Verdruss über Neuerungen wie das achtstufige Gymnasium oder fünf Abiturprüfungsfächer - Fehlanzeige. Mit immer neuen, stetig verfeinerten Methoden und Ansätzen ist das LSH schon in vielen Fällen wegweisend für andere Schulen gewesen. Unsere Lernkultur baut auf Eigenständigkeit, Selbstverantwortung und Interesse am Lernen, damit langfristig Leistung einfacher erbracht werden kann.
Innovation bringt neue Ideen, neue Ansätze und neue Begriffe mit sich. Wir möchten Ihnen gerne die wichtigsten Instrumente unserer Lernkultur vorstellen.

Wochenplan und Freiarbeit

Wochenplan und Freiarbeit

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7 arbeiten nach einem Wochenplan. Dieser sieht vor, dass sie in ihren zwei Stunden Freiarbeit pro Woche selbst gewählte Unterrichtsbausteine in ihrem eigenen Tempo bearbeiten. Ziel des Wochenplans ist es, den Kindern und Jugendlichen ein Gefühl für ihr Zeitmanagement zu geben. Die einzelnen Module unterscheiden sich nicht nur thematisch, sondern auch methodisch, um das selbsttätige Lernen zu fördern. Besonders wichtig bei unserem Wochenplan ist uns, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur Lernstoff pauken, sondern sich eigenständig und eigenverantwortlich selbst bilden, indem Zeit, Ruhe und Muße für ein eigenes Lerntempo gewährleistet werden.

Lernbüro

Lernbüro

Eigenständig und eigenverantwortlich zu lernen ist eine Forderung, die die Diskussion um Bildungsstandards in den letzten Monaten und Jahren geprägt hat. Daher haben wir für unsere Schülerinnen und Schüler der Stufen 8 und 9 das so genannte Lernbüro eingerichtet. Dabei wird der traditionelle Klassenunterricht zugunsten der individuellen Arbeit umorganisiert. Die Schüler haben sechs Stunden pro Woche Lernbüro, in denen sie nach einem selbst erstellten Wochenplan Module in den Fächern Englisch, Deutsch und Mathematik in Eigen-, Partner- und Gruppenarbeit erarbeiten. Hierbei sollen die individuellen Arbeitspläne so gestaltet werden, dass pro Tertial zwei bis drei Module in jedem Fach bearbeitet werden. Die Module in den einzelnen Fächern sind so konzipiert, dass sie möglichst viel dem eigenen Tun und Konstruieren verpflichtet sind. Das Projekt "Lernbüro" wird professionell durch unseren Schulpsychologen begleitet. In verschiedenen Tests wurde so deutlich, welch positive Auswirkung die Arbeit im Lernbüro gerade auf die Sozial- und Beziehungsaspekte bei den Schülern hatte.
Wir sehen das Lernbüro als konsequente Fortsetzung der Freiarbeit in den Klassen 5 bis 7, jedoch mit mehr Bezug auf die Inhalte einzelner Fächer.

Lerntagebuch und Lernzentrum

Lerntagebuch und Lernzentrum

Raum, Zeit und Muße sind Kategorien, die im normalen Schulalltag fast verlorengegangen sind. Um hier Abhilfe zu schaffen, haben wir eigens den Dachboden der Musenscheune ausgebaut und dort ein modernes „Lernzentrum“ eingerichtet. Es ist als räumlicher und zeitlicher Oberbegriff für unterschiedliche Formen des eigenständigen Lernens zu verstehen. Der Gebrauch elektronischer Medien ist untersagt, es herrscht eine angenehme, auf Papier, Buch und Stift reduzierte, ruhige Lernatmosphäre, in der jeder Schüler die Möglichkeit hat, seine individuellen Schwächen zu minimieren bzw. seine individuellen Stärken weiter auszubauen. Das Lernzentrum ist nachmittags und abends geöffnet, auch am Wochenende, so dass jeder Schüler individuell entscheiden kann, wann er diesen Ort der Arbeitsruhe aufsuchen möchte. Die Anwesenheit sowie ein individueller Lernplan wird im Lerntagebuch des Schülers dokumentiert, dort werden auch Hausaufgaben, Tests und Klassenarbeiten eingetragen sowie die Noten des Jahres gesammelt. Außerdem ist Platz für Rückmeldungen der Fachlehrer über Stärken und Schwächen des Schülers im jeweiligen Fach, sodass für den Schüler ersichtlich ist, wo er eventuell noch nacharbeiten sollte.
Das Lernzentrum unterstützt uns auf unserem Weg zu einer neuen Lernkultur, indem der neue Lernort nicht nur Raum, sondern auch individuelle Lernzeiten geschaffen hat, die der Schüler in Eigenverantwortung nutzen kann. Durch diese Eigenständigkeit und Flexibilität übernimmt jeder einzelne Schüler eine ganz neue Position in seinem eigenen Lernprozess – das bewusste „Sich-in-einen-Lernraum-begeben“ und das „Sich-Zeit-suchen-und-nehmen“ schafft ein neues Bewusstsein und eine veränderte Rolle in dem komplizierten Prozess des Lernmanagements.

Arbeitsstunde

Arbeitsstunde

Die Arbeitsstunde findet montags bis freitags zwischen 17:15 Uhr und 18:45 Uhr statt. Zu dieser Zeit sind alle Schülerinnen und Schüler auf ihren Zimmern und erledigen ihre Hausaufgaben. Der Kam-Leiter bzw. die Kam-Leiterin ist als Ansprechpartner stets in der Nähe und gewährleistet die Hausaufgabenbetreuung. Während der Arbeitsstunde finden keine AGs statt, sodass alle Schüler gleichzeitig in Ruhe und ohne Ablenkung lernen können.

Kompetenzfach

Kompetenzfach

Der Unterricht sollte nicht nur durch Wissensziele bestimmt werden, sondern sollte besonders auf die Transferfähigkeit des Gelernten achten. Das veranlasste uns, so genannte "Kompetenzfächer" einzurichten. In diesen Kursen sollen Fähigkeiten und Fertigkeiten gelernt und trainiert werden, die schon immer Bestandteil des traditionellen Fachunterrichts waren, jetzt jedoch stärkeres Gewicht und neue Relevanz für die Lernenden erhalten, da sie einzeln isoliert und in neuartiger methodischer Herangehensweise vermittelt werden. Diese Isolierung hat den Vorteil, dass Basiskompetenzen quasi im "Trainingslager" in immer wieder neuartigen Spiel- und Übungsreihen eingeübt, verbessert und gefestigt werden können. Lernen wird bewusst erlebt, der eigene Lernprozess, der Ablauf des Wissenserwerbs und die Bedeutung einzelner Fertigkeiten und Kompetenzen für das eigene Lernen reflektiert. Konkret bieten wir folgende Kompetenzfächer an:

         Stufe 6: Lernen lernen
    Stufe 7: Computer-Kompetenz-Kurs (CKK)
    Stufe 8: Zeitmanagement
    Stufe 9: Texte und texten
    Stufe 10: Rhetorik

Neigungsfach

Neigungsfach

Der schulische Alltag hat uns gezeigt, dass der Erwerb von Wissen, Fakten und Kenntnissen zwar unerlässlich ist, es aber häufig sinnvoller ist, in gewissen Bereichen mehr in die Tiefe statt in die Breite zu gehen und dabei die Relevanz für die Lebenswirklichkeit aufzudecken. Dies versuchen wir am Landschulheim mit den so genannten "Neigungsfächern". Sie werden jahrgangsübergreifend in den Stufen 8 und 9 unterrichtet und sind versetzungsrelevant. Die Schüler können - gemäß ihren Neigungen - aus einem vielfältigen Angebot von Kursen zu Beginn eines Schuljahres ihr Neigungsfach auswählen. Die Idee der Neigungsfächer ist es, sich einem Themengebiet fächerübergreifend, aus verschiedenen Richtungen, auf unterschiedlichen Wegen und möglichst praxisnah zuzuwenden. Die Schüler selbst erleben das Neigungsfach in seiner Methodik oft als "Entspannung" vom normalen Fachunterricht, da sie viel mehr Freiräume, selbsttätiges und selbstbestimmtes Handeln und Platz zur Übernahme von eigener Verantwortung und eigenem Tun erleben. Sie lernen Teamfähigkeit, Zeitmanagement und Produkt- orientierung, Attribute, die ihnen im späteren Leben sehr von Nutzen sein können.
In den letzten Jahren gab es bereits ein vielfältiges Angebot an Themen: "Rezitation", "Menschenrechte", "Außenplastik", "Kunst und Computer", "Automobilwirtschaft", "UNESCO", "Filmanalyse" und viele mehr. Die Liste wird ständig erweitert, da das Kollegium jedes Jahr vor neuen Ideen sprüht.
In diesem Jahr werden in der Stufe 8 die Neigungsfächer "Keramik" und "Trendsportarten" angeboten, in der Stufe 9 "Naturwissenschaft - Forschen und Entdecken" sowie "Jüdische Geschichte". Jahr- gangsübergreifend gibt es das Neigungsfach "Theater".

Praktische Aufgabe

Praktische Aufgabe

Die Praktische Aufgabe, oder kurz PA, in der 10. Klasse ist eine kleine „Forschungsarbeit“, die sich über drei Monate erstreckt. Die Schüler sollen mit mehr Eigeninteresse und Eigeninitiative an Problem- stellungen herangehen und so selbstständiges und projektorientiertes Arbeiten lernen (durchaus auch im Team). Deshalb können sie auch das Thema der PA selbst bestimmen. Wichtig ist, dass eine Problemstellung gefunden, diese formuliert und anschließend ein eigenständiger Lösungsansatz erarbeitet wird.
Es werden zum Beispiel Untersuchungen, Umfragen, Versuchsreihen oder Experimente durchgeführt und ausgewertet. Um die Ergebnisse zu präsentieren, können Filme gedreht, kommentierte Aus- stellungen geschaffen, Power-Point-Präsentationen erstellt oder Diskussionsrunden organisiert werden.
Es geht nicht darum – wie bei der Facharbeit – möglichst viel Wissen zu Papier zu bringen, auch Referatscharakter hat die PA nicht.
Die praktische Arbeit an einem kleinen Forschungsprojekt und deren anschließende Präsentation sind entscheidend.


Rundgang durch das LSH

Unternehmen Sie einen virtuellen Rundgang über das LSH-Gelände und werfen Sie auch einen Blick in die Gebäude.
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Altschülertreffen 2012

Der Termin für das Altschülertreffen 2012 steht fest: Am 6. und 7. Oktober 2012 laden wir alle Altschülerinnen und Altschüler herzlich ein!

Ferienpläne für 2012 und 2013

Hier finden Sie die Ferienpläne mit allen wichtigen Terminen:
Ferienplan für das Jahr 2012
Ferienplan für das Jahr 2013


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